Verein

1992 gründete sich der Verein „ökumenisch solidarische Gemeinschaft Lebenshaus e.V.“ mit dem Ziel ein Angebot zu schaffen, das es Menschen in Krisen- oder Veränderungszeiten ermöglicht, eine Zeitlang im Rahmen einer Gemeinschaft zu leben, die sie dabei unterstützt sich zu stabilisieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Die ersten Jahre nach der Gründung waren geprägt von der Suche nach einem geeigneten Haus und nach Finanzierungsmöglichkeiten. Im Malteserschloss in Heitersheim konnte ein entsprechendes Objekt gefunden werden und der Orden der Vinzentinerinnen war bereit, das Lebenshaus-Projekt unter seinem Dach zu beherbergen.

Im Oktober 1995 konnte mit dem Bau und Umbau der ehemaligen land-wirtschaftlichen Gebäude im Malteserschloss begonnen werden. Unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden geleistet, und nur so und mit vielen privaten Darlehen war es möglich, die Kosten für das Bauvorhaben aufzubringen (rund 1,4 Mio. DM).

Auf den Tag genau fünf Jahre nach der Vereinsgründung, am 4. Oktober 1997, konnte der erste Mitbewohner einziehen. Drei Monate vorher hatten bereits die Kernfamilien – sechs Erwachsene und sechs Kinder – begonnen, das Haus mit Leben zu erfüllen.

Seitdem haben über 80 Menschen in Krisensituationen für eine kurze oder längere Zeit im Lebenshaus Aufnahme gefunden. Zeitweilig waren es im Durchschnitt sieben Personen, die als Gäste im Lebenshaus wohnten; heute liegt die durchschnittliche Belegung bei drei bis vier MitbewohnerInnen.

Der Verein trägt die Entwicklung des Lebenshaus-Projekts bis heute sowohl wirtschaftlich als auch persönlich in enger Abstimmung mit der Kerngemeinschaft.